ist mein Olympischer Traum geplatzt?

Liebe Freunde des Kanusports,

zunächst möchte ich mich bei Euch für eure stimmenkräftige Unterstützung bei der Wahl zum Dresdner Sportler des 2019 bedanken. Für mich war es der fünfte Umfragesieg in Folge. Es überrascht mich immer wieder und freut mich zugleich, wie viele Fans der Kanurennsport in Dresden hat.
Vielen Dank für Eure Treue und Euren Einsatz. 🙂

Ich habe mich dazu entschieden die mit dem Sieg verbundene Prämie zu spenden. Vier gleich große Teile gehen an das Projekt „Schule ohne Gewalt“, das NCT Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden, den Förderverein 30. Grundschule „Am Hechtpark“ und den Schulförderverein „Freunde des Sportgymnasiums Dresden e.V.”. Die Wahl auf diese vier Projekte fiel sehr schnell. Die beiden Schulfördervereine unterstützen die Schulen, in denen ich einst Lesen und Rechnen lernte und mit meiner Sportleidenschaft sehr gut verbinden konnte. Den NCT Dresden unterstütze ich seit einem Jahr als Werbegesicht. Das Projekt „Schule ohne Gewalt“ setzt sich präventiv gegen Gewalt an Schulen ein.

Sicherlich interessiert Euch auch, wie es mit meinem Olympischen Traum weitergeht.
Mit der richtigen und wichtigen Entscheidung, aufgrund der momentan schwierigen Situation in der Welt, die diesjährigen Olympischen Spiele Tokio 2020 um exakt ein Jahr zu verschieben, haben sich auch bei mir ein paar Fragen aufgetan. Einige habe ich für mich in den letzten Tagen klären und strukturieren können. Andere müssen, wenn es soweit ist, Experten klären. Fakt ist, dass die aktuelle Wettkampfsaison erst einmal bis auf weiteres auf Eis gelegt ist.

Trotzdem müssen wir uns als Hochleistungssportler weiterhin in Bewegung halten. Das gesundheitliche Risiko eines abrupten Einstellens aller sportlichen Aktivitäten wäre viel zu hoch. Aus diesem Grund bin ich froh, dass mir und drei meiner Trainingspartner eine Sondergenehmigung für den Trainingsbetrieb im Bootshaus, durch das sächsische Staatsministerium des Innern, gewährt wurde. Aufgrund der strengen Auflagen und der sozialen Notwendigkeit zu Hause zu bleiben, haben wir uns entschlossen unser Trainingspensum stark zu reduzieren. Wir absolvieren momentan nur noch sieben statt normalerweise zwanzig Stunden Training in der Woche. 

Die wichtigste Erkenntnis der letzten Tage ist, dass der Sport auch nur eine der schönsten Nebensachen der Welt ist. In der nun unverhofft freien Zeit kann ich mich wieder etwas mehr meinem Studium an der TU Dresden widmen.

Ich hoffe wir sehen uns bald wieder. Bleibt gesund.

Euer Tom

PS: Falls Ihr den 45 Minuten Beitrag über unsere Olympiavorbereitung auf Tokio in der ARD Sportschau letzten Sonntag verpasst habt, könnt ihr euch diesen auf YouTube nochmal anschauen. Ein sehr spannender Film: „Gold in Tokio? Deutsche Kanuten zwischen Traum und Alptraum“ https://www.youtube.com/watch?v=s0T-vLQjjiY&t=5s

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